Der Spiel- und Sportverein 09 e. V. Dinslaken ist ein Sportverein aus Dinslaken in Nordrhein-Westfalen. Der Verein wurde im Jahre 1909 gegründet und ist ein Mehrspartenverein, aufgeteilt in die Abteilungen Basketball, Fitness/Breitensport, Fußball und Leichtathletik.


Fußball

 

1903 entstanden in Dinslaken die ersten „Wilden Fußball Vereine“. Da es den Dinslakener Fußball-Pionieren sehr schwer fiel mit den umliegenden Vereinen mitzuhalten, beschlossen 1909 die Mitglieder mehrerer „Wilder Vereine“ die Fusion zum „Dinslakener Spiel-Verein“. Im gleichen Jahr beantragte man auch die Aufnahme in den Fußball-Verband. Eingetragen wurde der Verein unter dem Namen „Spiel- und Sportverein 09 e.V. Dinslaken“.
 
Somit konnte man an Meisterschaftsspielen teilnehmen. Erst 1918 nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Fußball-Abteilung erste dauerhafte Erfolge verbuchen, da sie in den Jahren zuvor vom Krieg beeinflusst war. Es folgten drei Aufstiege in Folge, damit spielte die Mannschaft im Jahre 1922 in der höchsten Westdeutschen Spielklasse.
 
Nach vielen Auf- und Abstiegen und der Zwangsunterbrechung durch die Nazizeit und den Zweiten Weltkrieg spielte man aber erst 1953 nach dem Gewinn der Kreis- und Bezirksmeisterschaft wieder in der höchsten Amateurklasse. 1955 folgte der Abstieg, der erst mit dem Abstieg in die 2. Kreisklasse endete. 1964 folgte der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Sieben Jahre später (1972) stieg man in die Bezirksklasse auf und 1975 folgte der Aufstieg in die Landesliga.
 
Doch nach weiteren Auf- und Abstiegen zwischen Landes- und Bezirksliga, konnte man nie länger als zwei Jahre die Klasse halten. Aber in der Saison 1989/90 gelang der Sprung in die Verbandsliga Niederrhein (später dann Oberliga Niederrhein), die damals die vierthöchste Spielklasse war. Dort spielte die Mannschaft aus jungen Spielern, die meist aus der Jugend des Vereins kamen, eine sehr gute Rolle. Vier Jahre später folgte dann unter Trainer Günter Tinnefeld der Aufstieg in die Oberliga Nordrhein als Tabellendritter, was durch die Einführung der Regionalliga West/Südwest möglich wurde. Von 1994 bis 1999 gehörte die Fußballmannschaft zur Oberliga Nordrhein. In der ersten Saison wurde das Team Sechster von sechzehn Mannschaften, ihre beste Platzierung in dieser Liga. Es folgten mehrere Mittelfeldplätze, doch 1999 musste man unter Trainer „Ferry“ Schmidt mit lediglich 8 Punkten den Abstieg hinnehmen.
 
Nach dem Abstieg 1999 folgten zwei weitere, was dazu führte, dass der Verein sich in der Bezirksliga wiederfand. Nach sechs Jahren Zugehörigkeit zur Bezirksliga, in denen man immer in oberen Tabellenregionen spielte, gelang in der Saison 2006/07 der Aufstieg in die Landesliga. Doch erneut folgte der Niedergang: Nach zwei Abstiegen in Folge spielt der Klub seit der Saison 2011/12 nach 39 Jahren wieder in der Kreisliga A des Kreises 9 (Duisburg/Mülheim/Dinslaken).
 
Traditionell legt der Verein großen Wert auf seine Jugendarbeit. Er hat zurzeit 25 Fußball-Jugendmannschaften, sowohl Mädchen- wie auch Jungenmannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen. Die meisten Jugendmannschaften spielen in den Leistungsklassen des Kreises DU/MH/DIN. Diese bilden den Unterbau der Niederrheinliga, der zweithöchsten Spielklasse im Juniorenfußball. Fast ein Jahrzehnt lang gelang es, mit C- und B-Jugend zwei Mannschaften dort zu etablieren; die letzte Saison in der Niederrheinliga war 2013/14. Aus dieser Zeit stammt auch der Kooperationsvertrag mit Borussia Mönchengladbach, der als Partnerverein die Jugendausbildung fördert.

 


Basketball

 

1980 wurde die Basketballabteilung gegründet. Die Herren wurden 1988 und 2001 Kreismeister, und spielten viele Jahre in der Bezirksliga. Die Damen erreichte mehr: 1987, 1989 und 1997 wurde man Kreismeister, 1989 und 1997 Kreispokalsieger. Lange Zeit spielte man ebenfalls Bezirksliga und sogar Landesliga, während dieser Zeit gelang dann auch der Sieg im Niederrheinpokal 1990. Nach dem tatsächlichen Verschwinden der Basketballer nach massivem Mitgliederrückgang wird die Abteilung seit 2015 wieder neu aufgebaut.
 


Leichtathletik

 

Die wohl erfolgreichste Abteilung des Vereins ist die Leichtathletikabteilung. Insbesondere in den 1950er Jahren kamen aus Dinslaken mehrere Deutsche Meister und Olympiateilnehmer. Zu erwähnen ist die Mehrkämpferin und Sprinterin Maria Sander, geb. Domagala, die im Trikot des SuS 09 zwischen 1951 und 1955 elf Deutsche Meisterschaften gewann und bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki eine Silber- und eine Bronzemedaille holte. Ebenfalls in Helsinki startete der Langstreckenläufer Rolf Lamers, der dort über 1500 Meter den sechsten Platz belegte. Des Weiteren stehen für seine Zeit beim SuS 09 eine Vizemeisterschaft und ein dritter Platz bei Deutschen Meisterschaften zu Buche. Seine zwei Meistertitel gewann er als Mitglied anderer Vereine. Der dritte Dinslakener Olympionike in Helsinki war der Langstrecken- und Hindernisläufer Günter Heßelmann, der dort im 3000 Meter Hindernislauf Sechster wurde. Bei Deutschen Meisterschaften errang er in seiner Dinslakener Zeit zwei Vizemeisterschaften und einen 3. Platz. Ebenfalls zu den Dinslakener Spitzenathleten zählt die Stabhochspringerin Christine Adams, die bis 1996 für den SuS 09 startete und in dieser Zeit dreimal Deutsche Meisterin und Zweite bei den Halleneuropameisterschaften wurde.